Jerusalem – Status Quo und Perspektiven des Zentrums des Nahostkonfliktes

Vortrag und Diskussion mit

Tobias Pietsch, stellvertretender Vorsitzender des Forum Deutschland-Israel-Palästina, Politikwissenschaftler

21. Oktober 2014 | 19:30 Uhr | Franziskushaus, Hirtenwiesen 158, 74343 Sachsenheim

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Jerusalem gilt als Brennpunkt des Nahostkonfliktes. Die Stadt ist seit je her hart umkämpft, wurde unzählige mal belagert, zerstört und wieder aufgebaut. Heute beanspruchen Israel und Palästina Jerusalem als Hauptstadt ihres jeweiligen Staates. Nicht nur darüber herrscht Uneinigkeit: auch Fragen der Verteilung von Infrastruktur, der Verlauf der Sperranlage, die Teile der Stadt vom Stadtzentrum trennt und die fortschreitende Besatzung Ostjerusalems sorgen für regelmäßige Auseinandersetzungen zwischen Israelis und Palästinensern. In jüngster auch wieder gewaltsam.

Spricht man über Jerusalem, muss auch die Frage gestellt werden, über welches Jerusalem gemeint ist: die Altstadt und Neustadt von Jerusalem, Westjerusalem und Ostjerusalem, das Stadtgebiet, der Großraum oder die Metropolregion Jerusalem? All diese Stadträume haben ganz unterschiedliche Bedeutungen für die Bewohner der Stadt und beeinflussen deren Lebensrealität auf unterschiedliche Weise.

Diese sollen im Vortrag vorgestellt werden, ebenso wie die Perspektiven, die es für Jerusalem geben kann.

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Reihe „Auserwähltes Volk und heilige Stadt“ des Erwachsenenbildungsausschusses Sachsenheim statt.

pietsch_tobiasTobias Pietsch ist stellvertretender Vorsitzender des Forum Deutschland-Israel-Palästina. Er hat an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg  Political and Social Studies (BA) studiert. Derzeit studiert er Politikwissenschaften (MA) an der Humboldt Universität zu Berlin. Außerdem arbeitet er journalistisch bei der Nahostplattform Alsharq. Von 2008 bis 2009 lebte und arbeitete er in Jerusalem und leistete dort seinen Zivildienst im Willy Brandt Center. Zuletzt war er im September 2014 zwei Wochen in Israel und Palästina